Alfred "Spezi" Schaffer

Alfred "Spezi" Schaffer, der Fußballkönig
*13.02.1893 in Pressburg gest. 30.08.1945 in Prien am Chiemsee

Schaffer, Alfred , genannt Spezi (MTK Budapest, I. FC Nürnberg, FC Basel, Wacker München, Austria Wien, Sparta Prag, AS Rom). *24.8.1893, + 18.8.1945 (HUN). 15 Länderspiele, 17 Tore für Ungarn. Einer der frühen Wandervögel des europäischen Fußballs. Mittelstürmer. Trainer - u. a. MTK/ Hungarian Budapest, Nationaltrainer Ungarn u.a. bei der WM 1938 (Vizeweltmeister), 1. FC Nürnberg, AS Rom (Italienischer Meister 1942).

Mit einem Trick erschlich sich Wacker München vor der Saison 1920/21 die Spielberechtigung des in Siebenbürgen geborenen deutschstämmigen Ungarn Alfred Schaffer. Dieser hatte ursprünglich beabsichtigt, den 1. FC Nürnberg in Richtung Basel zu verlassen, wurde dann jedoch von dem Münchner Torwart Alfred Bernstein und dem Wacker-Vorsitzenden Eugen Seybold überredet, an der Isar zu spielen. Zunächst verweigerte der DFB die Spielberechtigung, doch dann präsentierte Wacker München eine Verlobungsanzeige in der Zeitschrift Fußball (Herausgeber war Eugen Seybold). Die Braut war angeblich Alfred Bernsteins Schwester Olga, deren Existenz allerdings erfunden war. Der DFB erkannte Schaffer daraufhin ein Heimatrecht zu und die Spielberechtigung des Wunderstürmers aus Budapest.